Aktionstag Gesundheit

5. Juni 2019 -

Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen

0551/520-160

Pflege- und Gesundheitsberufe in regionalen Einrichtungen kennenlernen

Fünf Erkundungstouren führen Interessierte am 5. Juni in Betriebe und Bildungseinrichtungen der Gesundheits- und Pflegebranche. Göttingen. Einblicke in die Ausbildungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in der Gesundheits- und Pflegebranche bietet der „Aktionstag Gesundheitsberufe“ am Mittwoch, 5. Juni. Dabei geht es nicht nur um die Vielzahl der klassischen Pflege- und Gesundheitsberufe, sondern auch um Beschäftigungsangebote in den Tätigkeitsfeldern Hauswirtschaft und Küche.

Organisiert wird der Aktionstag von der Agentur für Arbeit Göttingen und der Gesundheitsregion Göttingen / Südniedersachsen. Mit den Erkundungstouren wollen die Ausrichter nicht nur über die guten Beschäftigungsperspektiven in diesen Branchen informieren, sondern explizit auch um Auszubildende und Quereinsteiger werben. Denn die Nachfrage nach Personal ist hoch, ausgebildete Fachkräfte in dieser Branche hingegen nur schwer zu finden.

Der Aktionstag startet um 9:00 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen, Bahnhofsallee 5. Anschließend brechen die Teilnehmenden zu einer Erkundungstour in jeweils zwei Betriebe der Region Göttingen auf. Ein kostenloser Bustransfer steht zur Verfügung. Die Tour endet gegen 13:30 Uhr an der Agentur für Arbeit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit begleiten die einzelnen Touren und stehen an diesem Tag für Fragen, z. B. hinsichtlich der Förderung von beruflicher Weiterbildung, zur Verfügung. Interessierte können sich für eine von fünf Touren entscheiden, müssen sich jedoch aus organisatorischen Gründen bis zum 29. Mai anmelden: Entweder telefonisch unter 0551/520-160 oder per E-Mail an maik.gronemann-habenicht@arbeitsagentur.de. Die Tourenübersicht und weitere Informationen finden sich online unter www.arbeitsagentur.de/veranstaltungen.

An dem Aktionstag Gesundheitsberufe nehmen folgende Betriebe und Bildungsträger der Region teil: Bildungsvereinigung Arbeit und Leben, Caritasverband Göttingen, Ev. Krankenhaus Weende, GDA Wohnstift, Haus Phönix Am Steinsgraben, Johanniter Unfallhilfe e.V. Göttingen, Matthias-Claudius-Stift, Seniorenzentrum Göttingen, SenVital/Luisenhof, Universitätsmedizin Göttingen.

Hintergrund: Kaum eine Branche bietet so gute und langfristige Beschäftigungsperspektiven wie der Gesundheits- und Pflegesektor. Ein wichtiger Grund für positive Prognosen ist die stetig steigende Lebenserwartung der Menschen. Der Bedarf, insbesondere an ausgebildeten Fachkräften, ist hoch und kann längst nicht mehr aus dem Bestand entsprechend qualifizierter Arbeitsuchender gedeckt werden. Insbesondere im Bereich der Altenpflege steht der Fachkräftemangel längst einem stärkeren Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung entgegen. Ausbildung von jungen und berufliche Qualifizierung von lebensälteren Menschen ist daher ein entscheidendes Thema für die Gewinnung neuer Fach- und Assistenzkräfte.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege hat sich im Landkreis Göttingen von 2014 auf 2018 verdoppelt. Dabei ist die Besetzung offener Stellen für die Betriebe in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden. 2018 erfolgten Stellenbesetzungen im pflegerischen Bereich durchschnittlich erst 133 Tage nach dem geplanten Einstellungstermin.

Im Bereich der Pflegefachkräfte kamen im Landkreis Göttingen 2018 in der Gesundheits- und Krankenpflege auf einen arbeitslosen Bewerber 1,3 Stellenangebote. In der Altenpflege kommen sogar 3,3 gemeldete Arbeitsofferten auf eine arbeitslose Fachkraft. Das Verhältnis von gemeldeten Bewerbern in Relation zu den gemeldeten Stellen ist ein wichtiger Indikator für den Fachkräftemangel. Ein Fachkräftemangel liegt vor, wenn statistisch auf eine Stelle weniger als drei Bewerber kommen. Im Landkreis Göttingen waren 2018 rund 6.500 Menschen in der Gesundheits- und Krankenpflege, dem Rettungsdienst oder der Geburtshilfe beschäftigt. Das waren 2,2% mehr als vier Jahre zuvor. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altenpflege um rund 12% auf 2.838.