Alle Termine und Veranstaltungen finden Sie im Terminkalender unten auf dieser Seite

Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen

Corona: Digitale Hilfen und Tipps für Menschen mit Depression

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen bietet derzeit neben der bekannten Möglichkeit, in akuten Krisensituationen, die ggf. eine stationäre Aufnahme erforderlich machen, zwei Rezept-Hotlines und ein PIA-Telefon an, um bereits an sie angebundene Patienten weiter ambulant versorgen zu können. Darüber hinaus gibt es momentan die Möglichkeit das psychiatrisches Krisentelefon zu nutzen. Dort können sich niedrigschwellig bereits bekannte Patienten, aber auch andere Menschen ohne bisherige Anbindung an die Klinik, bei verstärkten Sorgen, Ängsten etc. melden (siehe auch: http://www.psychiatrie.med.uni-goettingen.de/ oder hier). Die Mitarbeiterinnen, die dieses Telefon besetzen, sind alle erfahrene Psychologinnen bzw.  Psychologische Psychotherapeutinnen, wurden ergänzend zu aktuellen Informationen zum Corona-Virus geschult und verweisen auch auf bereits bekannte Telefonnummern, Internetseiten oder anderweitige Angebote, wenn erforderlich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ex-In bietet Peer-toPeer-Beratung an: Genesungsbegleitungshotline täglich zwischen 17 und 19 Uhr unter der Telefonnummer: 0176 / 54 82 00 62, Mailberatung unter: mailberatung@genesungsbegleiter-hh.de
Genesungsbegleitung (EX-IN) Göttingen und Südniedersachsen:
Telefonische Sprechstunde: Di: 10 – 12 Uhr; Tel: 0151 23 20 19 95
Mailkontakt: goettingen@ex-in-niedersachsen.de

Online-Programm iFightDepression zur Unterstützung von Betroffenen für 6 Wochen frei zugänglich – Hinweise zur Bewältigung des Alltags

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für an Depression erkrankte Menschen große Herausforderungen dar. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe unterstützt Betroffene mit digitalen Angeboten und bietet Hinweise für den Alltag. Denn: „In einer Depression wird alles Negative im Leben vergrößert wahrgenommen und ins Zentrum gerückt, so auch die Sorgen und Ängste wegen des Corona-Virus. Betroffene können jedoch gegensteuern“ erklärt Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Inhaber der Senckenberg-Professur an der Goethe-Universität Frankfurt/M.
Tipps für den Alltag: Bewegung, Schlafhygiene und Gespräche
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe rät Betroffenen sich abzulenken, aktiv zu bleiben und das Gespräch mit Freunden und Familie zu suchen. „Tauschen Sie sich aus – am besten nicht nur über Corona-Virus, sondern auch über andere Themen. Auch Bewegung in, und falls man nicht unter Quarantäne steht, außerhalb der Wohnung ist zu empfehlen. Sehr wichtig ist, die Bettzeit nicht zu verlängern, da bei vielen Betroffenen eine längere Liegedauer und auch längerer Schlaf nicht zu einem Abbau, sondern einer Zunahme des Erschöpfungsgefühls und der Depressionsschwere führen. Hilfreich ist es, sich aufzuraffen, und einen detaillierten Tages- und Wochenplan zu machen“ empfiehlt Prof. Ulrich Hegerl. Das iFightDepression-Programm kann dabei eine sehr gute Unterstützung für Betroffene sein.

Online-Programm iFightDepression strukturiert den Alltag

iFightDepression ist ein internetbasiertes, kostenfreies Selbstmanagement-Programm für Menschen mit leichteren Depressionsformen ab 15 Jahren. Es unterstützt Betroffene beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt praktische Hinweise für den Alltag. Durch Übungen lernen sie zum Beispiel, den Tag zu strukturieren und negative Gedankenkreise zu durchbrechen.
Normalerweise setzt iFightDepression eine Begleitung durch einen Arzt oder Psychologischen Psychotherapeuten voraus – denn Studien belegen, dass Online-Programme dann besonders wirksam sind. Da viele Patienten durch das Corona-Virus zuhause bleiben müssen und Hausärzte an ihre Belastungsgrenzen stoßen, ist das Programm nun für 6 Wochen auch ohne Begleitung zugänglich. „Wir wollen Patienten unterstützen, den Alltag in häuslicher Isolation gut zu meistern“ erläutert Hegerl.

Das Programm ist derzeit in zwölf Sprachen verfügbar (deutsch, englisch, italienisch, estnisch, ungarisch, griechisch, norwegisch, spanisch, katalanisch, baskisch, albanisch, arabisch). Betroffene können sich formlos über die E-Mail-Adresse ifightdepression@deutsche-depressionshilfe.de für das Programm anmelden und werden innerhalb von 24 Stunden freigeschalten.
Weitere telefonische/digitale Unterstützungsangebote für psychisch erkrankte Menschen

Neben dem iFightDepression-Programm gibt es weitere digitale und telefonische Angebote für psychisch erkrankte Menschen

• Falls es nicht möglich ist, zur Therapie zu gehen, bieten viele Psychotherapeuten inzwischen Video-Sprechstunden an.
• Telefonseelsorge 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 (kostenfei)
• fachlich moderiertes Online-Forum zum Erfahrungsaustausch www.diskussionsforum-depression.de
• deutschlandweites Info-Telefon Depression 0800 33 44 5 33 (kostenfrei)
• E-Mail-Beratung für junge Menschen: www.u25-deutschland.de oder www.jugendnotmail.de

Gesundheitsforum in Einbeck: Psychische Gesundheit

Am 18. März laden wir um 18.00 Uhr ins Historische Rathaus in Einbeck ein. Einlass ist ab 17.30 Uhr.

Sie hören die beiden Fachvorträge  „Lebensberatung: für seelische Gesundheit und Stabilität – damit
Symptome nicht zur Erkrankung werden“ und „Depression und Arbeitswelt“. Anschließend können Sie an zwei der vier Themeninseln sich informieren und diskutieren zu den Themen:

  • Vorstellung: „Bündnis gegen Depression“
  • Angsterkrankungen
  • Tiergestützte Psychotherapie
  • Aspekte der Suchtmedizin

Den Flyer mit dem Programm finden Sie hier.

Anmelden können Sie sich hier.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Verbockt! Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht.

Autorenlesung mit Markus Bock am 20. Februar 2020 in der Paracelsus-Roswitha-Klinik in Bad Gandersheim, Dr.-Heinrich-Jasper-Str.2a, 37581 Bad Gandersheim

Markus Bock schreibt mit seinem Blog „verbockt“ immer über seine Erfahrung mit Depression, den Alltag mit Kind und über seine Strategien zur Alltagsbewältigung. Markus Bock leidet seit Jahren unter Depression. Depressionskrank, bereits zwei Suizidversuche wie mehrere Therapien unternommen und Familienvater eines Sohnes. Markus Bock kann von einer starken beeindruckenden persönlichen Lebensgeschichte berichten. Im Schreiben fand er eine stille Therapie für sein Leiden. Auf seinem Blog „Verbockt. Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht“ gibt er uns Einblicke in seine Gedankenwelt, in seinen Alltag, seine persönliche Umgebung und wie er mit seiner Krankheit
umzugehen weiß. Fesselnd, authentisch, aber niemals tragisch und immer mit einer Prise Ironie, erzählt Markus Bock was es bedeutet, an der Volkskrankheit Depression zu leiden und gleichzeitig ein Kind großzuziehen. Markus Bock macht sich stark – er macht sich stark für alle anderen, die entweder selbst an Depression erkrankt sind oder die latente Angst verspüren ebenfalls daran zu erkranken.

Der Eintritt ist frei.

2020.02.20 PM Autorenlesung Bock

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Am 18. Februar 2020 Filmvorführung in der BBS in Einbeck

Ab 19.00 öffnet der Infostand im Forum der BBS Einbeck, Hullerser Tor 4, 37574 Einbeck, und um 19.30 Uhr beginnt der Film In der Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag.

Anschließen gibt es wieder ein Publikumsgespräch mit Harald Riedl, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der BBS Einbeck, Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen, dem Sozialpsychiatrischen Verbund Northeim und ZISS – Zentrale Informationsstelle Selbsthilfe – Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Northeim

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Am 19. November 2019 laden wir ein zur Filmvorstellung in der Neuen Schauburg in Northeim!

Ab 19.00 öffnet der Infostand und um 20.00 Uhr beginnt der Film In der Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag.

Anschließen gibt es ein Publikumsgespräch mit Harald Riedl, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen, dem Sozialpsychiatrischen Verbund Northeim und ZISS – Zentrale Informationsstelle Selbsthilfe – Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Northeim

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Am 9. September 2019 startete das Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen mit einer Auftaktveranstaltung in Northeim.

Der Markt der Möglichkeiten mit 20 Informationsständen bot einen Überblick über die verschiedenen Institutionen und Einrichtungen in der Region.

Hier geht es zu den Bildern der Auftaktveranstaltung.

Es handelt sich dabei um eine Initiative verschiedener Institutionen und ehrenamtlich engagierten Menschen, die das Thema „Depressionen“ verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt machen und sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Depressionen einsetzen möchten.

Schirmherrin des regionalen Bündnis ist Frau Rebecca Siemoneit-Barum.

Zum Hintergrund: Die Depression gehört zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Gemäß einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland im Laufe eines Jahres 7,7 % der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression – das sind ca. 5 Millionen Bundesbürger. Depressionen stellen auch einen wesentlichen Risikofaktor für Suizide dar.

Obwohl wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhalten nur etwa 10 % der betroffenen Patienten eine langfristig adäquate Behandlung.

Psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, fällt vielen Menschen noch schwer.  Häufig wird eine Depression nicht als Krankheit erkannt, sondern als persönliches Versagen oder Schuld empfunden. Auch von Ärzten werden Depressionen zum Teil noch übersehen.

Das Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen wurde initiiert von:

  • Asklepios Fach Klinik Göttingen
  • Gesundheitsregion Göttingen / Südniedersachsen
  • Landkreis Northeim
  • Paracelsus-Roswitha-Klinik
  • Sozialpsychiatrischer Verbund Northeim
  • Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • ZISS – Zentrale Informationsstelle Selbsthilfe – Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Northeim

Weitere Institutionen, niedergelassene Ärzte, Initiativen von Betroffenen und andere Bündnispartner arbeiten aktiv in unserem „Bündnis gegen Depression“ mit.

Ein Interview des Stadtradios Göttingen mit Chefarzt Dr. Martin Lison und Oberarzt Helmut Platte von der Paracelsus-Roswitha-Klinik, Bad Gandersheim, ist hier zu hören.

Eine Übersicht über die Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2019 finden Sie hier und die Einzeltermine im unten stehenden Terminkalender.

Hier finden Sie alle Kooperationspartner im Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen:

Mit Unterstützung von:

Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen

Veranstaltungstermine

April 2020

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Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen