Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen

Am 9. September 2019 startete das Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen mit einer Auftaktveranstaltung in Northeim.

Der Markt der Möglichkeiten mit 20 Informationsständen bot einen Überblick über die verschiedenen Institutionen und Einrichtungen in der Region.

Hier geht es zu den Bildern der Auftaktveranstaltung.

Es handelt sich dabei um eine Initiative verschiedener Institutionen und ehrenamtlich engagierten Menschen, die das Thema „Depressionen“ verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt machen und sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Depressionen einsetzen möchten.

Schirmherrin des regionalen Bündnis ist Frau Rebecca Siemoneit-Barum.

Zum Hintergrund: Die Depression gehört zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Gemäß einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland im Laufe eines Jahres 7,7 % der Bevölkerung an einer behandlungsbedürftigen Depression – das sind ca. 5 Millionen Bundesbürger. Depressionen stellen auch einen wesentlichen Risikofaktor für Suizide dar.

Obwohl wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhalten nur etwa 10 % der betroffenen Patienten eine langfristig adäquate Behandlung.

Psychotherapeutische oder psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, fällt vielen Menschen noch schwer.  Häufig wird eine Depression nicht als Krankheit erkannt, sondern als persönliches Versagen oder Schuld empfunden. Auch von Ärzten werden Depressionen zum Teil noch übersehen.

Das Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen wurde initiiert von:

  • Asklepios Fach Klinik Göttingen
  • Gesundheitsregion Göttingen / Südniedersachsen
  • Landkreis Northeim
  • Paracelsus-Roswitha-Klinik
  • Sozialpsychiatrischer Verbund Northeim
  • Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • ZISS – Zentrale Informationsstelle Selbsthilfe – Selbsthilfekontaktstelle im Landkreis Northeim

Weitere Institutionen, niedergelassene Ärzte, Initiativen von Betroffenen und andere Bündnispartner arbeiten aktiv in unserem „Bündnis gegen Depression“ mit.

Ein Interview des Stadtradios Göttingen mit Chefarzt Dr. Martin Lison und Oberarzt Helmut Platte von der Paracelsus-Roswitha-Klinik, Bad Gandersheim, ist hier zu hören.

Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen

Veranstaltungstermine

September 2019

Auftakt: Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen

9. September 2019
17:00
Stadthalle Northeim 0551 54743291 Termine Bündnis gegen Depression

Um 17.00 Uhr startet das Bündnis gegen Depression in Südniedersachsen mit seiner Auftaktveranstaltung.









Ab 16.00 Uhr öffnet bereits der Markt der Möglichkeiten mit den Informationsständen der verschiedenen Institutionen und Einrichtungen. Bei einer Tasse Kaffee können Sie sich in Ruhe vor der Veranstaltung informieren.

Es handelt sich dabei um eine Initiative verschiedener Institutionen und ehrenamtlich engagierten Menschen, die das Thema „Depressionen“ verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt machen und sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Depressionen einsetzen möchten.

Schirmherrin des regionalen Bündnis ist Frau Rebecca Siemoneit-Barum.

Einladungsflyer





 




Bündnis gegen Depression: Depression – Was heißt das im Alltag?

16. September 2019
19:00 - 21:15
KVHS Northeim, Raum U 14, Refent: Dr. med. Martin Lison Termine unserer Mitglieder

Menschen, die an Depressionen erkrankt sind, haben häufig erhebliche Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen. Auswirkungen auf die tägliche Lebensgestaltung sind umso ausgeprägter, je ausgeprägter und länger eine depressive Episode andauert. Besonders bei der kleinen Gruppe der chronisch-depressiv erkrankten Menschen kommt es nicht selten auch zu Einschränkungen in Partnerschaft, Familie und in der Teilhabe am sozialen und Arbeitsleben insgesamt.

Die Vortragsveranstaltung setzt sich mit den akuten und chronischen Auswirkungen von depressiven Erkrankungen auf die Lebensgestaltung und den Alltag der Betroffenen und ihres Umfeldes auseinander. Es soll versucht werden, anhand von Alltagsbeispielen Verständnis für depressiv Erkrankte sowie mögliche Hilfsmöglichkeiten aus dem Alltag und dem Lebensumfeld heraus zu erarbeiten und zu diskutieren. Auch werden heilungsunterstützende und belastende Faktoren erörtert.

Referent ist:
Dr. med. Martin Lison, MBA
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Sozialmedizin
Chefarzt
Paracelsus Roswitha-Klinik

Bündnis gegen Depression: Depression und (Online-)Selbsthilfe

23. September 2019
19:00 - 21:15
KVHS Northeim, ZISS (Selbsthilfe Landkreis Northeim), Referent: Dr. med. Martin Lison Termine unserer Mitglieder

Seit einigen Jahren stehen in der begleitenden Behandlung und Betreuung depressiv Erkrankter auch computergestützte bzw. onlinebasierte Angebote zur Verfügung. Mittlerweile dehnen sich diese Angebote weiter aus. Einzelne der Online-Angebote sind bereits wissenschaftlich evaluiert und erste Ergebnisse klingen vielversprechend. Es ist somit davon auszugehen, dass internetbasierte Programme in der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und auch von Depressiven eine zunehmend größere Rolle spielen werden. Es werden einige Angebote vorgestellt und diese neuen Möglichkeiten der Behandlung kritisch diskutiert.

Im zweiten Teil dieser Veranstaltung wird es in Zusammenarbeit mit Herrn Dusanek von der ZISS (Selbsthilfe Landkreis Northeim) um die Bedeutung von Selbsthilfeangeboten gehen.

In seinem Vortragsteil soll primär vermittelt werden, um was es sich bei dem Begriff „Selbsthilfe“ genau handelt und darüber informiert werden, wie Selbsthilfe allgemein funktioniert und wo Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe liegen. Fokussiert wird auch darauf, wo die Selbsthilfegruppen im therapeutischen Kontext einzugliedern sind.

Referent ist:
Dr. med. Martin Lison, MBA
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Sozialmedizin
Chefarzt
Paracelsus Roswitha-Klinik

Bündnis gegen Depression: Depression und Missbrauch- bzw. Suchterkrankungen

30. September 2019
19:00 - 21:15
KVHS Northeim, Herr Ortscheid, Lukaswerk Termine unserer Mitglieder

Missbräuchliches Verhalten, wie Konsum von häufig Alkohol, aber auch anderen Drogen und Substanzen, ist insbesondere bei schweren Depressionen und länger andauernden depressiven Erkrankungen eine häufige Komplikation. Die Betroffenen machen die kurzfristige Erfahrung, dass bspw. Alkoholkonsum zunächst stimmungsaufhellend und entlastend wirkt; spätestens am Folgetag und in der Zukunft ist dann allerdings eine Zunahme von depressiven Symptomen zu erwarten, so dass ein Teufelskreis entstehen kann, der bis hin zu manifesten Suchterkrankungen führen kann. In dieser Veranstaltung werden wir gemeinsam mit Herrn Ortscheidt vom Lukaswerk die komplexen und vielfältigen Wechselwirkungen von depressiven Erkrankungen und Suchtmittelmissbrauch erörtern und gemeinsam mit den Teilnehmern wichtige Aspekte erörtern.

Referent ist:
Dr. med. Martin Lison, MBA
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Sozialmedizin
Chefarzt
Paracelsus Roswitha-Klinik

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Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen